SURVIVAL
Irgendwo in der Wildnis, nur Du und Dein Taschenmesser. Der Hunger wird immer größer und die Dämmerung setzt ein. Diese Nacht kann ziemlich kalt werden.
Mit dem richtigen Wissen können diese Voraussetzungen allerdings zu einem spannenden Abenteuer werden, bei dem die Nähe zur Natur spürbar wird und der Mensch zu seinem Ursprung zurückfindet. Survival ist interdisziplinär, multikulturell und vorausschauend. Survival ist eine Lebenseinstellung! Sie bereitet vor, auf gefährliche Lebenssituationen reagieren zu können, sie zu meistern und am Ende überleben zu können.
Gefahrensituationen
Auf welche Situationen bereiten sich der Survivor vor? Welche Gefahren können abgeschätzt werden, dass sie im Voraus durch Planung abgewendet werden können? Beim Survival kommt in erster Linie das „Danach“ zum Tragen. Wie können Situationen überstanden werden, um dann danach das entstandene Chaos überleben zu können?
- Naturkatastrophen
Erdbeben, Tsunamis, Wirbelstürme wie Orkane, Tornados oder Hurrikans zählen zu den möglichen Naturkatastrophen, die jederzeit eintreten können. Durch die Klimaänderung sind nicht nur periphere Regionen betroffen, sondern auch moderne Zivilisationen. Die Folgen der Klimaänderung sind noch nicht genau vorhersehbar, doch die Gefahr von Naturkatastrophen wird weiter zunehmen.
- Technische Katastrophen
Das Versagen der modernen Technik, wie zum Beispiel ein Super-GAU, ein Chemieunfall oder das Abstürzen von Flugzeugen, Entgleisen von Zügen oder der Zusammenbruch einer kompletten Stromversorgung sind anzunehmende Katastrophen, auf die sich Survival-Teilnehmer vorbereiten.
- Krieg
Kriege können jederzeit weltweit ausbrechen und sind nicht nur auf Soldaten beschränkt, sondern treffen die Zivilbevölkerung wie auch das Militär.



Das Danach
Allen Gefahrensituationen ist gleich, das ein „Danach“ eintreten wird. Je nach Ausgangslage hat dieses „Danach“ verschiedene Ausprägungen, was vom völligen Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung bis zum regionalen Chaos reichen kann. Durch das Fehlen von Strom, Benzin, Nahrung oder Trinkwasser ist eine gesellschaftliches Unordnung vorprogrammiert, auf die sich nach Meinung der Survival-Bewegung eingestellt werden kann.
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Überlebensfaktoren
Wie ist es möglich, bei totalem Chaos zu überleben? Welche Vorbereitungen müssen getroffen werden, was ist wirklich wichtig? Wissen, das von Naturvölkern aus aller Welt zusammengetragen wurde, wird beim Survival angewandt. Vorreiter waren Trapper in Nordamerika, die in der Natur die Überlebenstechniken der indianischen Ureinwohner übernahmen. Dabei spielen vor allem die menschlichen Grundbedürfnisse Nahrung, Wasser und Schutz die größte Rolle.
- Nahrung
Am Anfang müssen ausreichend Überlebensrationen vorhanden sein, da hier evtl. noch keine neue Nahrung beschafft werden kann. Es muss eine Möglichkeit für ein Kochfeuer geben. Das Wissen über giftige Tiere und Pflanzen, essbare Blumen, Stauden ist äußerst hilfreich bei der Nahrungsbeschaffung. Auch jagen und Fallenstellen sollte geübt und gekonnt sein.
- Wasser
Auch hier sollten einige Grundreserven für die Anfangszeit zur Verfügung stehen. Danach sollte Kenntnis über Wasserbeschaffung und vor allem über das Trinkbarmachen von Wasser vorhanden sein. Beispielsweise wurde im 2. Weltkrieg die Wassergewinnung in der Wüste durchaus ein wichtiger Faktor bei den Auseinandersetzungen in Afrika.
- Schutz
Das Wetter ist bestimmend, wenn Leben im Freien fortgeführt werden muss. Wetterkunde und wissen über den Sonnenstand helfen bei der Tagesplanung. Selbstverteidigung und Wundversorgung sind Bestandteile des Selbstschutzes. Karten, Trillerpfeife und Taschenmesser gehören zur Grundausrüstung beim Survival. Grundfertigkeiten beim Bau eines Lagers oder einer Übernachtungsmöglichkeit sowie Kenntnisse der Wärmeisolierung helfen beim Schutz vor schlechtem Wetter oder kalten Nächten.



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