Kletterausrüstung

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Halbmastwurf

Wichtigster Knoten beim Klettern, nicht zu verwechseln mit dem Ankerstich, ein sehr ähnlicher Knoten, der aber keinerlei Sicherung beim Klettern bietet.

HMS (Halbmastwurfsicherung): Sicherungstechnik beim Klettern. Hierbei läuft das Seil, das mit einem Halbmastwurf geknotet ist durch einen HMS-Karabiner. Der am Boden Sichernde hat das Seil mit dem HMS-Karabiner an seinem Gurt befestigt, hält es mit beiden Händen fest und kann so dem Kletternden soviel Seil auszugeben, wie dieser am Fels benötigt. Falls der Kletterer in das Seil stürzt hält der Sichernde das Seilende fest, so dass sich der Knoten im HMS-Karabiner zuzieht und das Seil sich selbst fest klemmt. Dadurch wird der Sturz gestoppt.

 

Karabiner

Beim Klettern werden verschiedene Arten von Karabinern verwendet. Sie sind meist aus Gewichtsgründen aus Aluminium gefertigt und müssen in Europa zertifiziert sein nach CE EN 12275, das bedeutet, dass der Karabiner im geschlossenen Zustand 20 kN in Längsrichtung halten muss.

 

Verschlusskarabiner

  • Schraubkarabiner
  • Twist-Lock-Karabiner
  • HMS-Karabiner (Sie haben eine birnenförmige Form und sind beim Klettern immer Verschlusskarabiner)
  • Normalkarabiner

 

Seil und Schlingen (verschiede Dicke)

Beim Klettern werden dynamische Seile verwendet, d.h. sie geben im Falle eines Sturzes nach, so dass der Fallende nicht abrupt im Sturz gebremst und in das Seil gerissen wird.

Zwei Typen von Seilen:

Die Dicke eines Einfachseils liegt zwischen 9,1mm und 11mm. Sie werden hauptsächlich in der Halle verwendet.

  • Zwillingsseil

    Zwillingsseile werden nur doppelstrangig im alpinen Bereich verwendet.

  • Einfachseil

 

Haken

Haken dienen beim Klettern als Sicherungsmittel. Es gibt drei Arten von Haken bei der Verankerung im Fels:

  • Klassischer Felshaken
  • Bohrhaken
  • Klebehaken (Bühlerhaken)

 

Klemmgeräte 

Klemmgeräte bestehen aus einem starren oder flexiblen Schaft und vier daran montierten beweglichen Elementen. Nachdem die vier Elemente in einen Riss o.ä. festgeklemmt worden sind, können die Sicherungsgeräte an gehängt werden (HMS etc.).

Sicherungs- und Abseilgeräte (Bsp. Abseilachter, Grigri)

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Abseilachter

Der Abseilachter verdankt seinen Namen seinem Aussehen: wie eine Acht, wobei die eine Öse etwas kleiner ist als die andere. Um den Abseilachter und durch dessen große Öse wird das Kletterseil so durchgeschlungen, dass die Reibung des Seils ausreicht, um den Kletterer zu bremsen und ein sicheres Abseilen möglich ist. Der Abseilachter ist dabei mit seiner kleinen Öse am Hüftgurt mit einem Schraubkarabiner befestigt. Verliert man das Seil aus der Hand, läuft es so gut wie ungebremst durch den Abseilachter. Deswegen: Immer mit beiden Händen am Seil!

 

Handseilklemmen

Beim Klettern werden verschiedene Formen von Seilklemmen verwendet. Handseilklemmen werden zum Beispiel zum Aufstieg am fixierten Einfachseil angebracht. Häufig haben sie einen gummierten Griff, der einhändig am Seil installiert werden kann. Handseilklemmen gibt es für Rechts- und für Linkshänder.

 

Expressen

Expressen gehören zu den Sicherungselementen eines Kletterers. Zwei Karabiner sind mit einer Schlaufe verbunden, so dass ein Karabiner in den Haken am Fels gehängt werden kann und durch den zweiten Karabiner das Seil läuft.

 

Kletterschuhe

Kletterschuhe haben eine lange Entwicklung hinter sich. Wer sich früher einen Kletterschuh gekauft hat, hat diesen bis zu zwei Nummern kleiner gewählt, als seine eigene Schuhgröße, damit sich die Zehen krümmen und so ein besser Stand auf kleinem Tritt erreicht wurde. Inzwischen aber haben sich die Hersteller darauf eingestellt und die Schuhe den Anforderungen angepasst. Als Anfänger wählt man sicher keinen zu engen Schuh, der die Füße schmerzen lässt.

Die Sohle eines Sportkletterschuhs ist ohne Profil und kann je nach Modell leicht gebogen sein. Damit wird eine bessere Haftung auf kleinen Tritten erreicht.

Unterschiede gibt es auch im Verschlusssystem. Wer nur Bouldern möchte wählt Schuhe, die er schnell wieder ausziehen kann, am besten ohne Schnürung, nur zum Rausschlüpfen. Klassiker sind Schuhe mit Verschnürung oder mit Klettverschluss.

 

Klettergurt

  • Hüftgurt (Sitzgurt)

    Ein Hüftgurt gehört zur Grundausrüstung beim Klettern. Der Hüftgurt ist meist aus einem atmungsaktiven Schaumstoff. An ihm befinden sich die zwei Beinschlaufen, die wiederum meist aus festem Schaumstoff für einen guten Halt gemacht sind. Am Hüftgurt befindet sich vorne eine Schnalle zum sicheren Schließen des Klettergurtes. Auch nach vorne zeigende feste Materialschlaufen werden benötigt, um Karabiner weit vorne anhängen zu können. Materialschlaufen hinten dienen dazu, weiteres Material an den Gurt hängen zu können und sollten beim Tragen eines Rucksacks nicht stören oder drücken.

  • Brustgurt

    Brustgurte dienen zur zusätzlichen Sicherung beim Klettern. Sie werden über den Oberkörper gezogen und am Hüftgurt fixiert. Im Falle eines Sturzes verteilt sich so die Sturzlast auf den gesamten Körper und der Körper bleibt aufrecht, knickt nicht in der Hüfte ab. Vor allem bei Kindern nutzt man diese zusätzliche Art der Sicherung.

 

Kletterhelm

Wird beim Klettern hauptsächlich zum Schutz vor Steinschlag verwendet. Allerdings dient er auch im Falle eines Sturzes als Schutz vor Kopfverletzungen.

Zwei unterschiedliche Bauweisen bei Helmen:

  • Hartschalenhelm:

    Der klassische Bergsteigerhelm. Hat im Inneren ein Korbsystem, in das der Kopf gesteckt wird. Am Stirnband des Korbes kann die Kopfgröße an den Helm angepasst werden.

  • Leichthelm:

    verfügt über einen geschäumten Schutzkörper, der das Korbsystem ersetzt. Dadurch sind die Helme bis zu 100 Gramm leichter.

    Magnesia (Chalk) Magnesiumkarbonat, wird nicht nur beim Klettern, sondern auch beispielsweise beim Turnen verwendet.  Es hilft, auftretenden Handschweiß zu trocknen, so dass die Griffigkeit der Hände erhalten bleibt.

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