Naturköder

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An Naturköder heranzukommen ist ganz einfach! Dabei sind sie gar nicht teuer und dazu noch sehr fängig. Das sind nur drei Vorteile, die für die natürlichen Köder sprechen:

  • Partikel:

    das sind Samen von verschiedenen Pflanzen und eignen sich einerseits zum Anfüttern und andererseits auch als Hakenköder. Die gängigsten Partikel sind Hanf, Tigernüsse, Mais, Weizen, Bohnen und Kichererbsen.

    Partikel können gibt es teils in Dosen (Mais, Bohnen etc.), allerdings sind sie dann sehr weich.  Man kann sie aber auch frisch zubereiten: Die Samen müssen quellen und weichgekocht werden, eventuell können sie zusätzlich mit Aromen oder Farbe versehen werden.

  • Boilies:

    Hinter diesem seltsamen Namen versteckt sich eine gekochte und später getrocknete Teigkugel, die es auch fertig zubereitet im Handel zu kaufen gibt. Boilies werden meist zum Karpfenangeln genutzt, jedoch auch andere Fische wie Brasse, Schleie oder Döbel nehmen diesen Köder gern an. Boilies gibt es als sinkende Boilies oder als schwimmende Popup-Boilies und werden in einer fast unüberschaubaren Vielfalt mit verschiedenen Aromen und Farben angeboten.

  • Brot:

    Das Backwerl ist der wohl älteste Köder und fast alle Fischarten können damit gefangen werden. Am ehesten eignet sich helles Brot , denn besonders fängig ist das innere „Weiche“ des Brotes.

  • Fischstücke:

    Dieser Köder eignet sich besonders zum Raubfischfangen. Als Köder können eigentlich alle Fische verwendet werden. Dabei ist es wichtig, dass die Köderfische „duften“, denn Raubfische wie beispielsweise der Hecht gehen nach dem Geruch des Köderfisches. Wenn man mit dem Köderfisch Grundangeln betreiben will, muss der Köderfisch mit einem Bleigewicht beschwert werden, damit der Raubfisch ihn „erschnüffelt“. Sinnvoll ist es dabei, den Köderfisch seitlich etwas aufzuschneiden. Beim so genannten bewegten Köderfischangeln werden bei dem Raubfisch die Jagdinstinkte durch die Bewegung und Schwingung des Wassers, Lichtreflexe und den Geruch ausgelöst. Man sollte auf jedenfall beim Einsatz von Köderfischen auf die örtlichen Fischereibestimmungen achten!

  • Insekten:

    Als Köder eignen sich sehr gut Insekten, die einen relativ festen Chitinpanzer haben, da man diese dann gut am Haken festmachen kann. Insekten sind sehr fängig, da sie auch einen großen Teil der natürliche Nahrung der einheimischen Fische ausmachen.

  • Würmer:

    Sie sind immer noch die allerbesten Angelköder! Es gibt allein in Deutschland weit über 60 verschiedene Arten von Regenwürmern – und auch hier gilt: verschiedene Fische haben verschiedene Vorlieben für Würmer. Am Besten gebissen wird bei den Tauwürmern oder Mistwürmern. Je nach Fischart wird der Wurm einzeln oder als Traube angeboten und am Haken befestigt!

  • Maden:

    Fast alles steht auf Maden – egal ob Raubfisch, Friedfisch oder Weißfisch. Die Made ist ein Allrounder unter den Fischködern und man bekommt sie schon für ein paar Cent in den Anglergeschäften oder größeren Bau- und Gartencentern. Man sollte auf jeden Fall darauf achten, dass die Maden kühl gelagert werden, damit sie sich nicht zu schnell verpuppen.

  • Schnecken:

    Bei der gewöhnlichen Nacktschnecke, die man auf Waldwegen und Wiesen findet, sind nur die braunen Exemplare als Körder geeignet. Die schwarz- und rotfarbigen Nacktschnecken sind giftig sind und zählen nicht auf dem Speiseplan der Fische.

Es gibt noch unzählige weitere natürliche Köder, die Liste könnte noch viel länger sein! Warum probieren Sie nicht beim nächsten Fischzug einen der Köder aus?

Boilies selber machen

Boilies sind ganz einfach selber zu machen! Und den Fischen geht's auch nicht anders als uns: am besten schmeckt's frisch selbstgemacht - wie bei Muttern!

Einfaches Boilie Rezept:

  • 300g Gries
  • 200g Maismehl
  • 150g Sojamehl
  • 200g Trockenmilchpulver
  • 100g Erdnussmehl
  • 50g Gemahlenes Vogelfutter
  • 5 - 8 Eier

Für den Sommer können noch zusätzlich zum Beispiel roter Farbstoff und ein süßes fruchtiges Aroma, für den Winter und die kalte Jahreszeit eher herbe und salzige Aromen verwendet werden.

Zubereitung:

Alle Zutaten gut zermahlen und mit den Eiern mischen, vorsichtig mit den Lockstoffen und Aromen sein! Zuviel schreckt eher ab, als dass es anlockt. Die Eier sollten auch wohl dosiert dem Gemisch zugegeben werden, denn zu viel Ei macht die Masse unformbar und zu flüssig. Den Teig ruhen lassen - danach die Boilies kochen. Schwimmen die Teigbällchen im Topf bereits oben, muss man nur noch einen kurzen Moment warten und sie dann dann herausnehmen - fertig!

Die Aufbewahrung sollte in einem Netz oder leichten Sack erfolgen. Je länger die Boilies trocknen, desto härter werden sie.