Aufbau eines Segelschiffs

Aufbau eines SegelbootsAufbau eines Segelboots

Grundsätzlich kann man ein Segelboot in drei hauptsächliche Bauteile gruppieren: einem oder mehreren Rümpfen, den Segeln und dem Rigg.

  1. Der Rumpf
  2. Man unterscheidet zwischen Einrumpfschiffen sowie Zwei- und Dreirumpfschiffen wie Katamaran oder Trimaran. Der Rumpf kann aus verschiedenen Materialien wie Holz, Stahl, Aluminium oder Kunststoffe (glasfaserverstärkt) bestehen.

    An der Unterseite des Rumpfes ist der Kiel oder das Schwert befestigt. Dies dient dazu, dass die Boote bei seitlichen Winden weniger abdriften. Ein tief liegender Gewichtskiel kann ein Boot bei starker Schräglage wieder in die aufrechte Lage zwingen.

  3. Segel
  4. Alte Segel bestehen meist aus Baumwolle, die heutzutage weitgehend durch Polyesterstoffe ersetzt wurde.

    Es gibt zwei Unterformen bei Segeln. Zum einen die Rahsegel, die vor allem für alte Boote typischen viereckigen Segel, die quer befestigt und so zum Segeln bei achterlichem Wind (Wind von hinten) bestens geeignet sind. Zum Kreuzen aber, also zum Segeln schräg zur Windrichtung, sind sie nur wenig geeignet, da sie einen riesigen Wendewinkel haben. Deshalb werden diese Segel meist nur noch auf alten traditionsreichen Schiffen wie zum Beispiel der „Alexander von Humboldt“ eingesetzt.

    Schratsegel dagegen sind dreieckig und mit ihrer Vorderkante am Mast befestigt und können so auch ein Segeln schräg gegen den Wind ermöglichen.

    Eine Sonder- bzw. Mischform dieser beiden Arten ist der Spinnaker. Er ist meist bunt, wird nur an seinen drei Ecken gehalten und hat als Aufgabe vor allem bei achterlichen Wind einen größtmöglichen Antrieb zu gewährleisten.

  1. Rigg
  2. Das Rigg oder auch Takelage genannt besteht aus Mast, Baum und Tauwerk (stehendes oder laufendes Gut). Ein Schiff kann einen oder mehrere Masten haben, die mit unterschiedlichen Segelarten und unterschiedlicher Segelzahl bestückt sein können. Der Baum dient zum Aufspannen der Segel, ist also der quer am Mast befestigte Teil, der nach den Segeln benannt ist, die an ihm befestigt sind (zum Beispiel Großbaum, wenn das Großsegel an ihm befestigt ist). Das stehende Gut bezeichnet die stützenden Tauwerke, die zur Stabilität des Mastes sowohl von vorne und hinten, als auch seitlich beitragen. Sie bestehen meist aus Stahl. Das laufende Gut dagegen besteht meist aus Tauwerk und wird zum Einstellen der Segel verwendet.

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