Tauchmedizin

Risiken

Der Tauchsport beinhaltet ebenso wie alle anderen Sportarten auch, ein gewisses Maß an Risiko, dass jedoch bei gewissenhafter Einhaltung aller Sicherheitsmaßnahmen minimiert werden kann. Diese Risiken sind abwäg- und einschätzbar. Tauchausbildung, Erfahrung, Tauchplatz, Tauchtiefe und Tauchunfälle einer Person müssen bekannt sein ebenso wie die Krankengeschichte, um eine sinnvolle Risikoeinschätzung vornehmen zu können.

Einige Krankheiten erhöhen die möglichen Gefahren des Tauchens, wie beispielsweise:

  • schweres Asthma oder andere ernsthafte Erkrankungen der Atemwege
  • Herzkrankheiten, Bluthochdruck
  • Diabetes
  • psychologische Probleme (Angstzustände, Panik)
  • Alkohol-/Drogenmissbrauch
  • Selbstüberschätzung, unüberlegtes Handeln

 

Erste Hilfe

Verabreichung von Sauerstoff als Sofortmaßnahme bis zum Eintreffen des Notarztes. Es gibt zwei Sauerstoffsysteme, die hierfür eingesetzt werden können:

  • Offenes Sauerstoffsystem
  • Demand-System

25%  aller tödlichen Tauchunfälle gehen mit einem Herzstillstand einher und bei 80% dieser Fälle kommt es dabei zu Kammerflimmern. Deshalb ist es sinnvoll einen Defibrillator zur Hand zu haben.

Des Weiteren sind folgende Instrumente sinnvolle Ausrüstungsgegenstände:

  • Stethoskop
  • Lampe (soweit nicht als Taucherlampe vorhanden)
  • Beatmungsbeutel
  • Guedeltuben, zum besseren Beatmen mit Beutel
  • Schreibutensilien, incl. Neuro-Check, Formulare
  • Wärme- und Kältekompressen
  • Splitterpinzette

 

Dekompressionskammern

Besonders wichtig ist die Dekompressionskammer zur Behandlung von Tauchern, die zu schnell aus der Tiefe an die Oberfläche aufgetaucht sind, sogenannte Dekompressionsunfällen.

Spätestens 2 Stunden nach dem Unfall muss sich der verunglückte Taucher in die Dekompressionskammer begeben, wo er unter erhöhtem Druck reinen Sauerstoff atmet. Während der Druck in der Dekompressionskammer langsam gesenkt wird, kann der hohe Stickstoffgehalt im Blut langsam abgebaut werden. Kann der Taucher den Stickstoffgehalt nicht schnell genug abbauen, entsteht mit großer Wahrscheinlichkeit eine Gasembolie, da der Stickstoff infolge des niedrigeren Umgebungsdruckes aus der Lösung im Blutplasma in die Gasphase übergeht.

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